P1090620Volles Haus beim Treffen der Bürgerinitiative Realschule am vergangenen Freitag in Greven. Rund 100 Grevener waren der Einladung gefolgt, um eindrucksvoll ihren Willen zu zeigen, die politisch gewollte Schließung der Anne-Frank-Realschule nicht so einfach hinnehmen zu wollen.

Erfahrungen aus ganz NRW

Als Gastrednerin und Fachfrau in Sachen Schule hatte die Bürgerinitiative die Landesvorsitzende des Elternvereins NRW e.V. Regine Schwarzhoff eingeladen. Sie legte dar, wo die Unterschiede zwischen den verschiedenen Schulformen liegen und gab einen umfassenden Einblick in ihre Erfahrungen mit Schulumstellungen in anderen Gemeinden. Zur Information empfahl sie, die Internetseite www.schulformdebatte.de. Sie bestärkte mit Ihren Aussagen den Weg der Eltern und der Bürgerinitiative, sich gegen die Schließung der Realschule zu wehren. Ein Problem sei, so Schwarzhoff, dass die Lehrer, welche die Situation in den Schulen am besten kennen, oft ihre Meinung nicht frei äußern könnten, ohne mit beruflichen Konsequenzen rechnen zu müssen. Wenn das nicht der Fall wäre, würde man der politischen Stimmungsmache gegen die Realschulen noch weit besser begegnen können, war sich Schwarzhoff sicher.

Elternabfrage: Fragebogen unbedingt ausfüllen!

Die Abfrage des sogenannten „Elternwillens“ bei den Grundschuleltern der 2. und 3. Klassen soll bis zum 8. Juli erfolgen. Dieser ist Voraussetzung und damit der nächste Schritt für die Einführung einer Sekundarschule. Deshalb wurde diese Abfrage bei dem Treffen intensiv erläutert. Noch ist der Fragebogen nicht bekannt. Die Erfahrungen aus Abfragen in anderen Gemeinden, die das Verfahren schon durchlaufen haben, lassen befürchten, dass schon die Gestaltung der Fragen im Sinne der Sekundarschule und gegen die Realschule erfolgt.

Eines ist jetzt schon klar: Wer an der Abfrage nicht teilnimmt, unterstützt automatisch die Sekundarschule. Denn die Zahl der Eltern, die eine Sekundarschule als Option angeben, wird über die Abfragebeteiligung hochgerechnet. Bei schlechter Beteiligung reichen also schon weit weniger Kreuze für die Sekundarschule aus, als die per Schulgesetz vorgegebenen 75 je Jahrgang. Deshalb müssen alle Eltern genau wissen, was ein Kreuz (oder ein fehlendes Kreuz) an welcher Stelle bedeutet. Hier sind alle Eltern gefragt, sich genau zu informieren. Die Bürgerinitiative stellt diese Informationen bereit, sobald der Fragebogen bekannt ist.

Botschafter für die Realschule gesucht

Es lag förmlich in der Luft – der unbändige Wille der Eltern – unverzüglich und mit voller Kraft gegen die Schließung der Realschule vorzugehen. So kamen in der Diskussion auch viele gute Ideen auf den Tisch, wie man vorgehen könnte. So wurde beispielsweise vorgeschlagen „Botschafter für die Realschule“ zu suchen, welche die Argumente für eine Realschule in Greven an alle Eltern (besonders Grundschul- und Kindergarteneltern, die dieses Thema in den nächsten Jahren erreichen wird) und in die Bürgerschaft Grevens tragen. Dieser Vorschlag wird direkt umgesetzt – verbunden mit dem Aufruf: „Meldet Euch bei der Bürgerinitiative, wenn Ihr Botschafter der Realschule werden wollt!“. Die Bürgerinitiative Realschule wird entsprechendes Infomaterial zur Verfügung stellen.

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Ein klares Bekenntnis zur Realschule in Greven – Treffen der Bürgerinitiative Realschule

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